Nach dem Hickhack um den gezielten Abschuss von Terroristen (Linkspartei, quengelige Kleinkinder, Tom Cruise) hat Wolfgang Schäuble endlich die ultimative Gesetzesvorlage für die Sicherheit in Deutschland gefunden. GLASAUGE, das Magazin für Meteorologie und Themenvielfalt im Sommerloch, berichtet.
Wolfgang Schäuble ist ungehalten – und das nicht nur, weil er vergessen hat, die Bremsen anzuziehen. Der Testlauf für seine neue Gesetzesinitiative ist zunächst gescheitert. „Wir wollten eigentlich den Sommer abschaffen“, schnaubt der Innenminister, „aber das damit beauftragte Unternehmen hat versagt.“ Die Firma Vattenfall (Slogan: „Nuklearer Winter nicht nur im Frühling. Skol!“) entschuldigt sich für den ungeplanten Hitzestörfall über Deutschland: „Da hat ein besoffener Schleswig-Holsteiner den falschen Knopf gedrückt. Kommt nicht wieder vor – wenigstens in den nächsten 15 Minuten.“
Die Abschaffung des Sommers ist für Schäuble wichtiger Bestandteil seiner zukünftigen Sicherheitspolitik. „Wir wollen damit etwas gegen eventuelle Anschläge unternehmen.“ Eine intensive Analyse der potenziellen Tätergruppe habe gezeigt, dass die meisten Gefährder aus warmen Ländern stammen. „Deshalb wollen wir es ihnen hier so unbequem wie möglich machen, damit sie das Land verlassen.“ Und noch einen weiteren Sicherheitsaspekt sieht der Innenminister durch die Installation von regnerischem Wetter, Windhosen und sintflutartigen Überschwemmungen verwirklicht: „Versuchen Sie einmal, einen Sprengstoffgürtel zu zünden, der durch den Regen patschnass ist – das geht gar nicht.“
Für seinen Vorschlag bekommt Schäuble Beifall von den Grünen. Parteichefin Claudia Roth zeigt sich von dem Vorgehen begeistert: „Wir freuen uns, dass diese Maßnahme in erster Linie der Vorbeugung dient, denn wir wollen nicht, das sich ein Selbstmordattentäter verletzt – insbesondere, wenn er sich illegal in Deutschland aufhält und nicht krankenversichert ist.“ Auch aus ökologischen Gründen sei das Vorgehen sinnvoll. „Wenn es kalt ist, müssen nicht so viele Klimaanlagen laufen“, sagte Roth.
Thomas Dörflein ist auch dabei
Bei der Umsetzung der Anti-Terrormaßnahmen kann sich Schäuble auch auf seinen Koalitionspartner verlassen. Sigmar Gabriel, Knut-Patenonkel und im Nebenberuf Bundesumweltminister, gibt den Anstoß zu einem weiteren Vorhaben. „Da die Knut-Show im Berliner Zoo jetzt vorbei ist, hat auch sein Pfleger Thomas Dörflein wieder Kapazitäten frei, die wir nutzen wollen“, kündigt Gabriel an. Dörflein habe schließlich Erfahrung mit schwer integrierbaren Zeitgenossen gesammelt. „Heute ist Knut ein sinnvolles Mitglied der Gesellschaft. Der kleine Racker würde nie auf die Idee kommen, Attentate zu verüben. Das ist nicht sein Stil“, ist sich Gabriel sicher.
Deshalb soll Dörflein in Zukunft potenzielle Attentäter unter seine Fittiche nehmen. Er will mit ihnen im Wasser plantschen, Ball spielen und sich im Extremfall auch mal am Ohr knabbern lassen. Dörflein zeigt sich von der Idee überrascht und angetan: „Ich bin dabei. Es ist auch noch genug Futter übrig, garantiert ohne Schweinefleisch. Und mit Knuts Kuscheldecke kuscheln wir böse Gedanken einfach weg“, sagt Dörflein. Später könnten die geläuterten Attentäter dann in einem eigenen Gehege mit bis zu 15 Jungfrauen und Spielzeugpistolen leben.
Die Bahn soll für die innere Sicherheit streiken
Doch Schäuble will auch Unternehmen in die Pflicht nehmen. So sollen die Mitarbeiter der Deutschen Bahn ab dem 1. Januar 2008 gesetzlich zum Dauerstreik verpflichtet werden. „Wenn kein Zug fährt, kann auch keiner in die Luft gesprengt werden“, erklärt der Innenministert den Hintergrund des Gesetzes. Lediglich während des Ramadans sollen Züge, die von Pferden gezogen werden, fahren, da in dieser Zeit kein Risiko bestehe. Die Gewerkschaft der Eisenbahner begrüßt das Vorhaben und fordert umgehend einen Dreistundentag für Pferde, sieben Extra-Hufeisen pro Woche sowie Zaumzeug aus ökologischem Anbau.