Heute drei Stunden Zug gefahren für ein Lehrter Crossaint. Einfach nur weil ichs kann.
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Bin krank. Btw, wie würde es gefallen, das Aussehen des Blogs generell auf sowas umzustellen? Habe ja vor, WordPress ein wenig besser in Joomla einzubinden.
Was ganz anderes: Ich wurde von Peter auf die Möglichkeit hingewiesen, in vip durch diverse Zeichen in der Suche aus dem RegEx auszubrechen und somit Parser-Fehler zu erzeugen. Ich sollte alle Zeichen erwischt haben, die diese Fehler verursachten. Die Suche läuft jetzt auch mit diesen Zeichen. Des weiteren wird “Aufgaben” als Vertretungslehrer in der zensierten Version nun wieder als “Aufgaben.” angezeigt. Außerdem leitet http://mitja.cc/vip (ohne .php) jetzt auf den Vertretungsplan weiter.
Hahaha, überlegen die doch tatsächlich, ob sie böse Inhalte im Internet “sperren” sollen, die Parlamentarier und Politiker. (Siehe http://www.heise.de/newsticker/Forderung-nach-Webseiten-Sperrungen-entzweit-die-grosse-Koalition–/meldung/119278.)
Als wenn es möglich wäre, hierzulande noch wirksame Sperren im Internet zu errichten. Blockieren von Hostnamen => Einfach anderen DNS-Server nehmen. Sperren von IP-Adressen => Wozu gibts Proxys im Ausland? (Letzteres und Portsperren sind laut Studien übrigens nicht vereinbar mit dem Fernmeldegeheimnis. Desweiteren wäre es wohl Unverhältnismäßig wenn z.B. ein kompletter Funpic- oder Ohost-Server mit tausenden rechtmäßigen Inhalten und einer rechtsverletzenden Seite nach IP-Adresse gesperrt werden würde.)
Die geforderten Sperren würden die entsprechenden Inhalte nur vordergründig aus dem jederzeit zugänglichen Netzbereich verdrängen und seien gerade von jungen, technisch versierten Nutzern leicht zu umgehen.
So sehe ich das auch. Der einzig halbwegs wirksame Schutz wäre eine Proxymauer nach außen hin, wie in China. Aber dafür gehört Deutschland schon zu sehr zum Internet dazu, als dass soetwas noch möglich wäre. Selbst in dem Fall müssten noch alle SSL-Proxys, die außerhalb Deutschlands stehen gesperrt werden.
Es ist nicht vermeidbar, auch nicht mithilfe von Gesetzen, die die Grundrechte einschränken und Zensur erlauben: Die Pädophilen werden auch weiterhin über das Internet an ihr Material kommen.
Auf der Live-Stream-Webseite justin.tv, auf der sich jeder mit einer Webcam selbst live ins Internet bringen kann, hat vorgestern Nacht ein 19-jähriger seinen Selbstmord Live übertragen. Er nahm eine Überdosis und legte sich aufs Bett. Die Zuschauer hielten es für einen Scherz. Als auf dem Video keine Atmung mehr erkennbar war, riefen einige Zuschauer schließlich die Polizei. (Siehe Bericht (engl.), Forenthread mit Abschiedsbrief (engl.), Ende des Videos als die Polizei die Kamera zudeckt.)
Das Kommentar der Administration von justin.tv war (frei auf deutsch zusammengefasst):
Wir geben keine Kommentare zu Videos von Benutzern ab. Auf jeden fall entsprechen unangebrachte Inhalte nicht unseren Nutzungsbedingungen. Wir verlassen uns hier auf unsere Community, die unpassende Videos meldet. Einmal gemeldete Videos werden überprüft und dann schnell vom System entfernt, wenn sie die Nutzungsbedingungen verletzen.
Meine Meinung:
Hierdran sieht man mal wieder die (nahezu) unbegrenzten Möglichkeiten des Internets. Leute, die sich früher irgendwo alleine umgebracht hätten, können durch das Internet durch ihren Selbstmord noch ein wenig mediale Aufmerksamkeit erhaschen. Mal sehen, wie viele Nachahmer es in Zukunft gibt. Selbstmord ist und bleibt die zweithäufigste Todesursache (direkt nach Unfällen) bei Jugendlichen, auch wenn einem das nicht so vorkommen mag, da ja durch die moderierten Medien (zumindest in Deutschland) nur sehr selten über Selbstmorde berichtet wird. (Siehe auch Werther-Effekt.)
Gobi Todic ist zurück! Spätestens seit der Wahrheit übers Lügen. Wer er wirklich war wird man wohl nie herausfinden..
emte wies mich darauf hin, dass der Vertretungsplan nicht Anonym genug sei und die Namen darauf für Außenstehende zu viele Informationen preisgeben. Ich hatte da bisher nicht drüber nachgedacht, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass Datenschutz in dem Fall durchaus sinn macht. Ich habe den VertretungsPlan Improved (vip) ein wenig abgeändert. Folgende Änderungen gab es:
Das “virtuelle Hausverbot” auf Internetseiten wurde ein weiteres Mal bekräftigt. So entschied das Oberlandesgericht Hamm, dass das permanente Aussperren einer Person (IP-Ban) von einer Webseite erlaubt ist, wenn diese sich nicht wie ein normaler Nutzer verhält. [Siehe Heise: 'OLG Hamm bejaht "virtuelles Hausrecht" auf Websites']
Wäre auch ein wenig blöd gewesen, wenn das nicht so wäre. Ich frage mich momentan noch, ob diese “Wir dürfen dich auch ohne Grund Rauswerfen”-Klausel, wie sie bei vielen Spielen in den AGB steht, erlaubt ist und juristisch haltbar wäre.
Lutz Heilmann hat also eine einstweilige Verfügung gegen Wikimedia Deutschland erwirkt, die es dem Verein untersagt “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten”. Sehr schön. Ein LINKE-Politiker aus dem Bundestag mit Stasi-Vergangenheit versucht mit Zensur (dieses Wörtchen hört man doch recht häufig im Zusammenhang mit der Staatssicherheit) böse Behauptungen über ihn zu vertuschen entfernen. Doch leider war eine einstweilige Verfügung dabei wohl nicht so Vorteilhaft für ihn.
Jeder, der vorgestern nachmittag, gestern, heute oder morgen “wikipedia.de” im Browser eintippt, findet eine Seite vor, die den Sachverhalt erklärt. Jeder von diesen, der Lutz Heilmann vorher nicht kannte, weiß jetzt also, was er von ihm zu halten hat. Und da er vermutlich über die Landeslisten reingekommen ist (Die Linke hat afaik keinen Sitz über die Erststimme erhalten), wissen diese Leute jetzt auch, was sie 2009 mit der Zweitstimme nicht wählen dürfen, damit diese Person nicht wieder in den Bundestag kommt. Für seine Partei hat er damit jedenfalls keine Freunde gewonnen.
Die Aktion von ihm hat zusätzlich zu einem gewaltigen positiven Nebeneffekt für Wikimedia Deutschland e.V. geführt:
Die Wikimedia Deutschland nimmt momentan ca. 6 mal so viele Spenden ein, wie sonst (siehe Spendenliste). Hab mal nachgezählt: Momentan enthalten 136 Spenden direkt im Kommentartext “Heilmann”. (21:27)
Auch das Statement auf seiner Internetseite rettet absolut NICHTS mehr, da eine einstweilige Verfügung erst durch den Richter aufgehoben werden kann.. und somit seine eigene Meinung dabei unerheblich ist. Siehe seine Webseite bzw. Pressemitteilung der Linken.
Now you’re a hero, you managed to beat the whole damn ga-me!
Spiele jetzt “YHTBTR” (Flashgame) und besiege am Ende den ultimativen Endgegner: The Grinning Collossus!
Zu “You Have To Burn The Rope”!
(Wer findet den 4. Tipp?)
(Für Fotos klicke hier.)
Heute wurde von tausenden Schülern in ganz Deutschland ge”streikt”. Genauer gesagt wurde demonstriert.
Warum es dennoch als “Streik” bezeichnet werden kann: Wenn Arbeiter streiken, verzichten sie für die Dauer des Streiks auf Lohn, um später dafür mehr Lohn zu bekommen. Heute haben die Schüler auf Bildung verzichtet, die sie in der Schule bekommen hätten, um Aussicht auf mehr Bildung zu bekommen. Hätte die Demonstration nicht während der Schulzeit stattgefunden, dann wäre keine Tagesordnung gestört worden, folglich hätte auch niemand die Demo für Ernst genommen.
Für folgende Punkte wurde demonstriert bzw. wurden gefordert:
Zum letztgenannten Punkt: Die Organisation “Bildungsblockaden einreißen!” fordert die vollständige Abschaffung des dreigleisigen Schulsystems (Hauptschule, Realschule und Gymnasium) und einführung einer Gesamtschule für alle. Ich denke nicht, dass das Problem mit der bildungsmäßigen Chancenungleichheit bedingt durch die unterschiedliche soziale Herkunft damit behoben wäre. Viel mehr würde eine Klasse, die sich aus heutigen Haupt- und Realschülern sowie Gymnasiasten zusammensetzt immer von der Lerngeschwindigkeit auf die langsamsten Lerner zurückfallen und somit den schnelleren Lernern den Weg verbauen. Das es nicht sein kann, dass unter denen die aus schlechten sozialen Verhältnissen stammen, so viele sind, die langsam lernen, ist mir klar. Trotzdem finde ich ein drei- oder mehrgleisiges System nicht generell schlecht. Viel eher die viel zu frühe Bewertung der Schüler in der vierten Klasse..
Eine weitere Idee von mir wäre ein Freibetrag für Nachhilfe. Man könnte Nachhilfeunterricht so bis zu einem bestimmten Betrag voll Steuerlich absetzen. Natürlich müsste gleichzeitig private Nachhilfe Steuerfrei bleiben.
Zur Demonstration:
In Hannover waren ca. 5000 bis 8000 (Update: schulaction.org gibt mittlerweile 8500 an) Schüler unterwegs, die Schätzwerte hörte man von verschiedenen Quellen. Ich habe ein paar Bilder gemacht, die ich auch alle noch in eine Galerie hochladen werde.
Von den Lehrern selbst wurde die Demonstration sehr unterschiedlich bewertet. Das Bildungsministerium soll eine Weisung an alle Schulen gegeben haben, ihre Schüler NICHT vom Unterricht freizustellen um zur Demonstration zu gehen. Dies könnte man jetzt als Unterdrückung der freien Meinungsäußerung auslegen… egal. Es kamen trotzdem genug Leute um dem Bildungsministerium klar zu machen, dass sie in den letzten Jahren versagt haben. Einige Lehrer haben ihrerseits den Schülern nahegelegt, zu dem Protest zu gehen und es fanden sich sogar einige komplette Schulklassen, mitsamt Lehrer, bei der Demonstration wieder. Was sehr schade war, waren natürlich Schüler, die die Demonstration als Vorwand genommen haben, um nach Hause zu gehen. Solche Leute, die Bildung eher als Pflicht als als Recht sehen, haben natürlich leider trotzdem ein faires Bildungssystem verdient.
Während der Demonstration sah man zahlreiche Jugendorganisationen von Parteien sowie einige linke Organisationen. Mit dabei waren z.B. die Grünen, die Linken sowie die Antifa, die interventionistischen Linken und Jugendorganisationen von IG Metall und ver.di.
Alles in allem war die Demonstration ein Erfolg. Die Organisation schulaction.org (“Bildungsblockaden einreißen!”) der Demonstrationen in ganz Deutschland spricht von über 100.000 Schülern insgesamt. So eine Aktion kann und wird nicht ungehört bleiben. Am wichtigsten ist jetzt, dass auch genug Nicht-mehr-Schüler (Berufstätige), vor allem Wahlberechtigte, von diesen Demonstrationen erfahren und damit in Hinsicht auf die Bundestagswahlen 2009 massiv Druck auf die momentan regierenden Parteien ausüben.
Die Galerie mit allen Bildern des Tages findet sich hier.
Update: Ein bombastischer Medieneffekt wurde erzielt. Ca. alle 2 Minuten findet Google News momentan auf den Webseiten von Tageszeitungen einen neuen Bericht (relevanteste zuerst | neuste zuerst).
Update: Na, wenn sich die Bild nicht damit selbst ins Bein beißt: “Vermummte randalieren auf Schwänzer-Demo“, so ihr Titel. Das bei dieser offenbar “durch und durch links” organisierten “Schwänzer-Demo” auch Teile ihrer potentiellen Leser von morgen dabei sind, die sie hier so schön als “Schwänzer” bezeichnet, ist ihnen offenbar egal. Naja, die verlieren ja sowieso immer mehr.
Btw: Ich distanziere mich natürlich davon, als Demonstrant vor dem Landtag gewesen zu sein.
Meine XHTML-valide Version des Vertretungsplans unserer Schule läuft wieder.
Zu finden ist er weiterhin unter
http://mitja-schmakeit.de/vip.php
und jetzt auch unter dem noch leichter zu merkenden
http://mitja.cc/vip.php
Danke an Alex (der “<3-Alex” ist gemeint) für das Melden des Fehlers.
Scientists from the RAND Corporation have created this model to illustrate how a “home computer” could look like in the year 2004. However the needed technology will not be economically feasible for the average home. Also the scientists readily admit that the computer will require not yet invented technology to actually work, but 50 years from now scientific progress is expected to solve these problems. With teletype interface and the Fortran language, the computer will be easy to use.
Ich liebe Zukunftsvorhersagen von damals..
So.. mitja-schmakeit.de liegt damit also auch auf dem neuen Server. (Sobald du das hier lesen kannst, kannst du dir sicher sein, auf dem neuen Server gelandet zu sein.)
Es verbleibt relevant für FreeProjects momentan noch kilo-moto.com.
An die Betreiber der Webseiten, die im Rahmen von FreeProjects gehostet werden, geht in ein paar Tagen eine Rundmail raus, in der sie auf die (mittlerweile festgelegten) Regeln hingewiesen werden.