Michael Jackson
ist tot. Ich find das Medienecho (vor allem die Kommentare) interessant.
ist tot. Ich find das Medienecho (vor allem die Kommentare) interessant.
Auch sehr lesenswert, hat aber nichts mit dem Video zu tun: SPD-Abgeordnete können sich mehr unter einer Kuh, als unter dem “Internet” vorstellen
Nach dieser ziemlich lang anhaltenden politischen Phase des Blogs wollte ich mal wieder etwas lustiges posten.. Film ab:
So, nachdem (mittlerweile) gestern Jörg Tauss (MdB) der Piratenpartei beigetreten ist, bin ich mal über einen Link aus dem Forum der Piraten zum entsprechenden Bild Online-Artikel gekommen. Wenn man sich die Kommentare dort ansieht, kann man sich einfach nur noch fremdschämen für so unglaublich erklärungsresistente Menschen. Ich lebe in einem Umfeld von Menschen, die, zumindest nachdem man es ihnen erklärt hat, verstehen, warum die Internetsperren Mist sind. Dementsprechend ist mir noch niemand untergekommen, der die DNS-Sperren gut fand, nachdem er sich mit dem Thema befasst hat. Meinungen wie auf Bild Online in den Kommentaren teilweise zu lesen sind haben mich jetzt schlussendlich davon überzeugt, dass man eine gewisses Maß an Auffassungsgabe nicht überschreiten darf, um BILD-Leser sein zu können:
Entfernter User schrieb: man sollte mal alle PC´s von den Leuten überprüfen, die sich darüber aufregen, dass solche Seiten gesperrt werden…
Gockeline schrieb: [...] Die Gegner der Sperre brauchen so viel Energie zum protestieren die sie besser einsetzen sollten um diese Seiten ganz abzuschalten.So halte ich alle Gegner für potenzielle Anklicker dieser Seiten. [...]
kertschy schrieb: Hat den dieser dumme Mensch keine Berater? Wie kann man, wenn man selber unter Kinderporno-Verdacht steht, dann noch aus der Partei austreten, wenn diese solch ein Gesetz verabschiedet. Wie unglücklich ist das denn? [...]
hasenschrat schrieb: Alle reden hier immer über die Rechte der (erwachsenen) Internet-Benutzer.
Was ist eigentlich mit den Rechten der Kinder, die für diese Pornographie-Seiten mißbraucht werden?
Diese Rechte zu wahren finde ich wesentlich wichtiger! Und dafür ist jedes Mittel recht.
Tonne schrieb: [...] Wenn niemand diese Seiten braucht, brauche ich mich wegen einer Sperrung auch nicht aufregen.Was keiner will kann von mir aus ruhig gesperrt sein. Dieses Stoppschild dient m.E. nur dazu, daß keiner dieser Nutzer hinterher sagen kann: Das hab ich nicht gewußt…hätte nie…
So, genug fremdgeschämt für heute. Gute Nacht.
(Ich lasse die Kommentare hier ohne weiteren Kommentar meinerseits stehen, da ich denke, dass ohnehin der Großteil der Besucher meiner Webseite weiß, weshalb die in diesen Kommentaren getroffenen Aussagen hier allesamt schlecht sind. Wer dies nicht weiß, sollte sich folgende Beiträge auf diesem Blog einmal ansehen: 1, 2 aber Hauptsächlich: 3, 4, 5 und 6.)
Da viele Menschen offenbar glauben, “gesperrt” wäre “gelöscht”, möchte ich hier ein sehr gutes Video zeigen welches auf einfachste Weise hoffentlich auch dem Letzten klar macht, dass DNS-”Sperren” und “Löschen” im Internet nichts gemein hat:
Hier gehts zu weiteren Informationen. Ach nee, ich meinte natürlich hier.
Bald wird es auf mitja.cc außerdem ein Tutorial geben, wie man mit einem T-Online-Router die DNS-Sperren für den ganzen Haushalt – total einfach – umgehen kann. Denn wenn ihr doch mal wieder von irgendwem auf eine gesperrte Seite geschickt werdet (solche Scherzbolde dürfte es in nicht allzu ferner Zukunft öfter geben), dann wird es zwar nicht direkt eine Strafsache gegen euch geben, aber der Aufruf wird gespeichert. Kommt noch irgendein Verdachtsmoment von außerhalb hinzu, so werden die gespeicherten Aufrufe vom Provider abgefragt und somit besteht dringender Tatverdacht, was wiederum eine Hausdurchsuchung rechtfertigt. Viel Spaß damit, an alle Sperrbefürworter!
Ich für meinen Teil befürworte Löschungen von solchen Inhalten. Die Server, auf denen Kinderpornographie gehostet wird, stehen allesamt in Ländern, in denen solches Material verboten ist. Das BKA müsste also nur die Hoster bzw. Provider kontaktieren, und so eine Seite wäre binnen eines Tages abgeschaltet und der Verantwortliche hätte eine Anzeige wegen Verbreitung kinderpornographischem Materials am Hals.
So, ich freue mich diesmal wirklich, dass die Demonstration zumindest in Hannover friedlich verlaufen ist. Letztes mal (2008) hatte es eine autonome Gruppe geschafft, die komplette Demonstration zu zerreißen, es wurde ein Fenster des Landtags eingeworfen und das Presseecho beschränkte sich auf Berichte von “Schülerkrawall”. Diesmal war die Organisation deutlich besser, auch wenn z.B. auf einer Zwischenkundgebung es ziemlich sinnlos war, dass gleich zwei verschiedene Gruppierungen auf zwei verschiedenen Wagen ihre Reden geschwungen haben.
Nur ohne negative Berichterstattung können wir etwas erreichen. Außerdem: Wenn mein Bild in der HAZ neben Berichten über Randalen gestanden hätte, hätte ich das schon ziemlich schlecht gefunden..
Sehr schön, auf was sich Union und SPD da geeinigt haben. Freie Bahn für weitere Dinge, die man im Internet zensieren sollte. Z.B. Seiten, die sagen, die CDU wäre doof oder die SPD hätte alle ihre Wähler durch ihr tun verraten:
Ungefähr 1.630.000 Google-Treffer für bildungsstreik 2009 und knapp 300 News.
Da geht noch mehr…
Update: Wie konnten aus 1,6mio Treffern 0,3mio werden? Naja egal.. 800 News.
Gesamtzahl der protestierenden bundesweit beläuft sich auf 265.000 Menschen.
Von meiner Schule aus war ich vermutlich fast alleine auf dem Bildungsstreik in Hannover, da manche Leute wohl lieber später Studiengebühren zahlen, als sich jetzt eine Fahrkarte zu kaufen.. Wer nicht dabei war, ist selber schuld!
Heute, am 16.06.2009 um 02:09 unterzeichnete Jannis aus Brandenburg die Online-Petition gegen Internetsperren und war damit der 128.193e Unterzeichner. Damit ist die Petition die Erfolgreichste überhaupt in Deutschland.
Heute gegen Nachmittag wird die Mitzeichnungsfrist übrigens ablaufen. Ich danke allen Mitzeichnern!
Willst du maximale Empörung erreichen, geht das nur mit Nazivergleichen – Vergleiche mit der SED tun heut’ nur noch den Linken weh.
Nachtrag: Ganz vergessen, hier einen Verweis auf Godwin’s Law einzubauen..
So.. ich war vorgestern auf dieser recht “interessanten” Abiparty (Vorsicht: Die verlinkte Seite spielt ungefragt nicht abstellbare Musik) in Springe. Ziel dieser Abiparty war es, die “größte Abiparty Niedersachsens” zu werden und um dies zu erreichen, haben sie sogar zum ziemlich unbeliebten Bleibzwang gegriffen.
Ich habe keine Ahnung ob “Bleibzwang” der richtige Begriff dafür ist, aber ich habe es zumindest so genannt (Wenn jemand den richtigen Ausdruck dafür kennt, ab in die Kommentare damit!). Der Zwang besteht darin, dass man, sobald man einmal das Gelände verlässt, ohne erneut zu zahlen nicht wieder rein darf. Des Weiteren besteht der Zwang darin, dass man vorher nicht darüber informiert wird, also diese Gegebenheit nicht beim Bezahlen des Eintritts freiwillig akzeptiert.
Am Eingang bekam man, nachdem man gezahlt hatte, Bänder. Diese waren aber nicht dazu da, zu zeigen, dass man schon gezahlt hatte sondern ausschließlich um zu Zeigen wer über oder unter 18 Jahren alt war. Unsinnig war ebenfalls die Regelung, dass einem das Band abgeschnitten wurde, wenn man das Gelände verlassen wollte. Da man ohnehin erneut hätte zahlen müssen wenn man von außen wieder hinein wollte, war dieser Schritt absolut unnötig. Nicht einmal der Mensch, der die Bänder abgeschnitten hat, konnte sagen, warum das so war.
Die Veranstalter haben versucht auf gut Freund mit der Polizei zu machen und sogar mit dieser eine Art Gewinnspiel veranstaltet. Man konnte Teilnehmen, wenn man zwischen 18 und 25 Jahren alt war und zwischen 1 und 2 Uhr nüchtern war. Ich war das, da ich noch fahren musste, nahm aber nicht teil.
Als ich zwei Freundinnen gegen 01:15 nach Hause fahren wollte und danach eben wieder aufs Gelände wollte, wusste ich noch nichts vom Bleibzwang (KEINE Hinweisschilder oder sonstige Hinweise am Eingang!). Beim rausgehen sprach mich dann auch prompt ein “Türsteher” bzw. “Security”-Typ an und erklärte mir, dass ich ohne nochmal zu bezahlen nicht wieder rein käme. Ich fragte ihn, ob es möglich wäre, dass ich nur eben für 10 Minuten Freunde nach Hause bringe und dann wiederkäme. Mit solchen Leuten kann man aber nicht reden. Sie haben ihre “Befehle” =). Also mussten die Zwei wohl oder übel laufen, nochmal 5€ sah ich irgendwie nicht ein. Übrigens: In Springe werden ab 1 Uhr die Laternen abgeschaltet und der Weg war nicht gerade kurz.
Auf der einen Seite hat der Veranstalter sich also mit der Polizei angefreundet und gegen Alkoholgenuss geworben, auf der anderen Seite gefährdet er das sichere Heimkommen von Minderjährigen (Ich hatte übrigens nicht die Aufsichtspflicht über diese Übernommen).
Der Bleibzwang dient natürlich einzig und allein dazu, dass möglichst viele Menschen gleichzeitig da sind. Wenn z.B. 2.500 Menschen Eintritt bezahlt haben, werden ohne Bleibzwang natürlich längst nicht alle gleichzeitig da sein. Für den reinen Profit könnte dem Veranstalter das egal sein. Er hat aber im voraus schon damit geworben, dass dies die “größte Abiparty Niedersachsens” werden sollte. Also _musste_ er auch über 2.000 Menschen gleichzeitig auf seinem Gelände haben, damit danach auch eben von der größten Abiparty Niedersachsens geredet wird und viele Bilder von überfüllten Räumlichkeiten existieren, und keine Leerstellen zu sehen sind. Ein solcher Bleibzwang hat auf menschlicher Seite keinerlei Vorteile, sondern nur auf PR- und damit auf Profit-Ebene.
Über den Einlass an sich gab es viele Beschwerden. Es musste Teilweise bis zu einer Stunde auf den eigenen Einlass gewartet werden. Um den Menschenandrang vor dem Gelände in schöne Reihen zu bekommen wurde einfach mal der Einlass komplett gesperrt, bis sich schöne Reihen gebildet haben, die für die Security leichter zu Überblicken war. Wer die “größte Abiparty Niedersachsens” in Springe veranstalten möchte, der muss aber auch dafür sorgen, dass solche Engpässe beim Einlass eben nicht entstehen oder wenigstens mit solchen Engpässen vernünftig umgehen können. Wer auch immer hier dafür zuständig war, hat versagt.
Groove Coverage, mit denen im Vorfeld recht stark geworben wurde, bestanden hier nur aus Markus Schaffarzyk a.k.a. DJ Novu, der mich mit einigen gröberen Mixingfehlern enttäuscht hat. Diese waren zwar nicht so schlimm, wie die von dem DJ, der die “Aufwärmphase” lang aufgelegt hat (auf seinem tollen MacBook mit dem Apfel, der genau in der Mitte der Bühne weiß leuchtete), aber trotzdem sollte einem Profi sowas nicht passieren.
Die Getränkepreise hielten sich in Grenzen mit 2€ für Cola, was anderes habe ich an dem Abend ja ohnehin nicht getrunken.
Alles in Allem werde ich mich bei allen Abipartys im nächsten Schuljahr zuerst mit dem Veranstalter und den Sonderregeln vertraut machen und dann entscheiden, bevor ich überhaupt in erwägung ziehe, hin zu gehen. Wenn ich für eine Disko (auch für eine Dorfdisko wie diese hier) Eintritt bezahle, gehe ich nicht davon aus, dass ich erneut eintritt Zahlen muss, wenn ich das Gelände verlasse. Ich gehe davon aus, dass der Eintritt für diesen Abend gilt. Anderenfalls ist ein Hinweis auf den Bleibzwang erforderlich.
Nach einem Bericht von heise online hat sich Microsoft jetzt, nachdem die EU-Kommission festgestellt hatte, dass den Internet Explorer mit dem Betriebssystem zusammen zu vergeben gegen das Wettbewerbsrecht der EU verstößt, dazu entschieden in der EU den Internet Explorer aus der Endversion von Windows 7 herauszunehmen.
Die EU-Kommission hatte zwar angestrebt, dass Microsoft nicht einfach den IE weglässt sondern einige Alternativbrowser bei der Installation anbietet, aber so eine Lösung geht natürlich auch für MS. So kommen sie um die angedrohten Strafen herum und liefern mit dem Betriebssystem trotzdem eine “einfache Möglichkeit”, den Browser nachzuinstallieren. Genau das werden dann vermutlich auch die Leute tun, die Windows 7 einzeln (also ohne neuen PC) kaufen. Denn zu einer Sache ist der Internet Explorer gut: Um Firefox herunterzuladen. Bereits vorinstallierte Versionen von Windows 7 auf neuen Computern können vom Computerhersteller mit einem beliebigen Browser versehen werden. Und da braucht Microsoft ja nur kurz bei den Herstellern anzurufen, damit das ebenfalls der Internet Explorer wird, denn wer bestimmt letzten Endes die Preise für das Betriebssystem? Eben.
Trotzdem ist es ein kleiner Sieg für die Webseitengestalter, die sich schon seit Jahren mit der IE-Kompatibilität herumschlagen müssen. Bleibt zu hoffen, dass sich der Marktanteil bei den Browsern demnächst mal deutlich in Richtung einer der Besseren bewegt.
Es gibt seit 22 Uhr Zwischenergebnisse für die Europawahl. Auf der gleichen Seite wird dann auch das Endergebnis stehen, wenn alles Ausgezählt ist.
Nachtrag: Die Ergebnisse sind jetzt vorläufige Endergebnisse.
heise: Schwedische Piratenpartei schafft Sprung ins Europaparlament
In Deutschland hat die Piratenpartei 0,9% der Stimmen erreicht und ist damit die zweitstärkste neueinsteigende Partei. Auf knapp 1.000 Mitglieder kommen 229.146 Wähler. Es kommen also 229 Wähler auf jedes Mitglied. Bei der meistgewählten Partei, der CDU, sind es nur 15 Wähler pro Mitglied.
Der Hammer. Wenn das BKA eine Kinderpornographische Seite auf einem Server im Ausland entdeckt, dann schreibt es nicht etwa dem betroffenen Provider bzw. Hoster direkt, sondern schickt einen Hinweis an die entsprechende Polizeistelle im Ausland. Solche Dienstwege sind ziemlich lang und so kann es schonmal einen Monat dauern, bis die benannten Seiten gelöscht sind. Damit setzt das BKA die “Achtung vor der Souveränität der Staaten” über die Menschenwürde der missbrauchten Kinder.
Quelle: CDU: Kampf gegen Kinderpornographie im Internet scheitert am BKA-Dienstweg