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Mitja Schmakeit

Bereits 35.2% des Tages sind vergangen. Es sind also nur noch 64.8% übrig!

Das Gedächtnis des Internets

Es bestehe so weiterer Handlungsbedarf, “damit diese Inhalte nachhaltig verschwinden”.

Quelle

Das Internet vergisst nicht. Inhalte können aus dem Internet nur dann nachhaltig verschwinden, wenn sie wirklich für jedermann uninteressant sind. Alles, was für irgendeine Gruppe brisant ist, hat immer irgendwer auch lokal gespeichert, der es dann wieder hochladen kann. Das Internet repariert sich selbst, auch bei Zensurversuchen. Egal ob Propaganda von Rechts oder von Links. Irgendwie interessante Inhalte im Internet sind unlöschbar. Und in 40 bis 50 Jahren sind dann hoffentlich auch solche Menschen in den Regierungen und an den Spitzen von irgendwelchen Vereinigungen, die das verstanden haben. Das Internet kann nicht wirksam zensiert werden.

Wohin uns dieser Mangel an Zensur noch führen wird, ist fraglich. Denn immerhin wäre es physikalisch in der öffentlichkeit kaum möglich Hass-Propaganda hier zu verbreiten, ohne dafür belangt zu werden. Das Internet ist – ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt – frei.

Fremdschämen mit BILD Online

So, nachdem (mittlerweile) gestern Jörg Tauss (MdB) der Piratenpartei beigetreten ist, bin ich mal über einen Link aus dem Forum der Piraten zum entsprechenden Bild Online-Artikel gekommen. Wenn man sich die Kommentare dort ansieht, kann man sich einfach nur noch fremdschämen für so unglaublich erklärungsresistente Menschen. Ich lebe in einem Umfeld von Menschen, die, zumindest nachdem man es ihnen erklärt hat, verstehen, warum die Internetsperren Mist sind. Dementsprechend ist mir noch niemand untergekommen, der die DNS-Sperren gut fand, nachdem er sich mit dem Thema befasst hat. Meinungen wie auf Bild Online in den Kommentaren teilweise zu lesen sind haben mich jetzt schlussendlich davon überzeugt, dass man eine gewisses Maß an Auffassungsgabe nicht überschreiten darf, um BILD-Leser sein zu können:

Entfernter User schrieb: man sollte mal alle PC´s von den Leuten überprüfen, die sich darüber aufregen, dass solche Seiten gesperrt werden…

Gockeline schrieb: [...] Die Gegner der Sperre brauchen so viel Energie zum protestieren die sie besser einsetzen sollten um diese Seiten ganz abzuschalten.So halte ich alle Gegner für potenzielle Anklicker dieser Seiten. [...]

kertschy schrieb: Hat den dieser dumme Mensch keine Berater? Wie kann man, wenn man selber unter Kinderporno-Verdacht steht, dann noch aus der Partei austreten, wenn diese solch ein Gesetz verabschiedet. Wie unglücklich ist das denn? [...]

hasenschrat schrieb: Alle reden hier immer über die Rechte der (erwachsenen) Internet-Benutzer.
Was ist eigentlich mit den Rechten der Kinder, die für diese Pornographie-Seiten mißbraucht werden?
Diese Rechte zu wahren finde ich wesentlich wichtiger! Und dafür ist jedes Mittel recht.

Tonne schrieb: [...] Wenn niemand diese Seiten braucht, brauche ich mich wegen einer Sperrung auch nicht aufregen.Was keiner will kann von mir aus ruhig gesperrt sein. Dieses Stoppschild dient m.E. nur dazu, daß keiner dieser Nutzer hinterher sagen kann: Das hab ich nicht gewußt…hätte nie…

So, genug fremdgeschämt für heute. Gute Nacht.

(Ich lasse die Kommentare hier ohne weiteren Kommentar meinerseits stehen, da ich denke, dass ohnehin der Großteil der Besucher meiner Webseite weiß, weshalb die in diesen Kommentaren getroffenen Aussagen hier allesamt schlecht sind. Wer dies nicht weiß, sollte sich folgende Beiträge auf diesem Blog einmal ansehen: 1, 2 aber Hauptsächlich: 3, 4, 5 und 6.)

So funktionieren die Internetsperren

Da viele Menschen offenbar glauben, “gesperrt” wäre “gelöscht”, möchte ich hier ein sehr gutes Video zeigen welches auf einfachste Weise hoffentlich auch dem Letzten klar macht, dass DNS-”Sperren” und “Löschen” im Internet nichts gemein hat:

Hier gehts zu weiteren Informationen. Ach nee, ich meinte natürlich hier.

Bald wird es auf mitja.cc außerdem ein Tutorial geben, wie man mit einem T-Online-Router die DNS-Sperren für den ganzen Haushalt – total einfach – umgehen kann. Denn wenn ihr doch mal wieder von irgendwem auf eine gesperrte Seite geschickt werdet (solche Scherzbolde dürfte es in nicht allzu ferner Zukunft öfter geben), dann wird es zwar nicht direkt eine Strafsache gegen euch geben, aber der Aufruf wird gespeichert. Kommt noch irgendein Verdachtsmoment von außerhalb hinzu, so werden die gespeicherten Aufrufe vom Provider abgefragt und somit besteht dringender Tatverdacht, was wiederum eine Hausdurchsuchung rechtfertigt. Viel Spaß damit, an alle Sperrbefürworter!

Ich für meinen Teil befürworte Löschungen von solchen Inhalten. Die Server, auf denen Kinderpornographie gehostet wird, stehen allesamt in Ländern, in denen solches Material verboten ist. Das BKA müsste also nur die Hoster bzw. Provider kontaktieren, und so eine Seite wäre binnen eines Tages abgeschaltet und der Verantwortliche hätte eine Anzeige wegen Verbreitung kinderpornographischem Materials am Hals.

Petition gegen Internetsperren erfolgreichste Petition überhaupt

Heute, am 16.06.2009 um 02:09 unterzeichnete Jannis aus Brandenburg die Online-Petition gegen Internetsperren und war damit der 128.193e Unterzeichner. Damit ist die Petition die Erfolgreichste überhaupt in Deutschland.

Heute gegen Nachmittag wird die Mitzeichnungsfrist übrigens ablaufen. Ich danke allen Mitzeichnern!

Windows 7 in der EU ohne Internet Explorer

Voodoo-IE-Logo

Nach einem Bericht von heise online hat sich Microsoft jetzt, nachdem die EU-Kommission festgestellt hatte, dass den Internet Explorer mit dem Betriebssystem zusammen zu vergeben gegen das Wettbewerbsrecht der EU verstößt, dazu entschieden in der EU den Internet Explorer aus der Endversion von Windows 7 herauszunehmen.

Die EU-Kommission hatte zwar angestrebt, dass Microsoft nicht einfach den IE weglässt sondern einige Alternativbrowser bei der Installation anbietet, aber so eine Lösung geht natürlich auch für MS. So kommen sie um die angedrohten Strafen herum und liefern mit dem Betriebssystem trotzdem eine “einfache Möglichkeit”, den Browser nachzuinstallieren. Genau das werden dann vermutlich auch die Leute tun, die Windows 7 einzeln (also ohne neuen PC) kaufen. Denn zu einer Sache ist der Internet Explorer gut: Um Firefox herunterzuladen. Bereits vorinstallierte Versionen von Windows 7 auf neuen Computern können vom Computerhersteller mit einem beliebigen Browser versehen werden. Und da braucht Microsoft ja nur kurz bei den Herstellern anzurufen, damit das ebenfalls der Internet Explorer wird, denn wer bestimmt letzten Endes die Preise für das Betriebssystem? Eben.

Trotzdem ist es ein kleiner Sieg für die Webseitengestalter, die sich schon seit Jahren mit der IE-Kompatibilität herumschlagen müssen. Bleibt zu hoffen, dass sich der Marktanteil bei den Browsern demnächst mal deutlich in Richtung einer der Besseren bewegt.

 

BKA: Kinderporno-Löschung versandet auf dem Dienstweg

Der Hammer. Wenn das BKA eine Kinderpornographische Seite auf einem Server im Ausland entdeckt, dann schreibt es nicht etwa dem betroffenen Provider bzw. Hoster direkt, sondern schickt einen Hinweis an die entsprechende Polizeistelle im Ausland. Solche Dienstwege sind ziemlich lang und so kann es schonmal einen Monat dauern, bis die benannten Seiten gelöscht sind. Damit setzt das BKA die “Achtung vor der Souveränität der Staaten” über die Menschenwürde der missbrauchten Kinder.
Quelle: CDU: Kampf gegen Kinderpornographie im Internet scheitert am BKA-Dienstweg

Sims 3 ohne SecuROM

sims3_logo_gerSims 3 kommt ohne das seit EAs “Spore” berühmt-berüchtigte SecuROM nach hause. Ich weiß, mit dieser Meldung bin ich ein Spätzünder.
Eine unfertige Version von Sims 3 wurde schon jetzt bereits 180.000 Mal über einschlägige Netzwerke heruntergeladen. Dass Sims 3 kein SecuROM enthalten soll entschied EA vermutlich deshalb, weil erstens massive Kritik an der Software besteht und zweitens ihr “Spore” zum “Most Pirated Game of 2008” wurde – trotz SecuROM.

 

Bing!

Na mal sehen, Microsoft, ob das etwas wird. Mich habt ihr zwar von eurem Betriebssystem schon abgebracht, aber vielleicht wird ja eure Suchmaschine was. Wir werden sehen. Mittwoch gehts los. 81% aller Suchen gehen derzeit über Google, Bing hat also einiges aufzuholen ;-) .

USK arbeitet an Alterskennzeichen für Online-Spiele

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle will in den nächsten zwei Jahren das System für Altersfreigaben auf Browser-Games ausweiten. Medienpolitiker begrüßten dies schon “wegen der besonderen Suchtgefährdung” mancher Online-Games wie World of Warcraft.

Zum heise-Artikel.

Na klar. Denn wenn man 18 ist wird man ja nicht mehr so süchtig wie mit 13.. schwachsinn! Und wie sollen Browsergames das bitte umsetzen? Personalausweiskopie von jedem Verlangen? Da wird Gameforge, der größte Browsergameproduzent weltweit mit Sitz in Karlsruhe aber ziemlich gegen wettern, denke ich.

Builders & Titans

lautet die Kategorie, in der er hier gelandet ist. Sehr interessant finde ich, dass er hier den Beitrag über ihn verfassen durfte.

Sehr cool!

Nachtrag: Er hier ist natürlich auch auf der Liste gelandet.

Chats sind schlecht für vertrauliche Gespräche!

Es ist schlecht, vertrauliche Gespräche via Chat (ICQ, IRC) zu führen. Dabei geht es mir nicht etwa im Hauptpunkt darum, dass die Kommunikation meist sehr einfach (vor allem durch Leute, die im gleichen Haus sitzen) abgehört werden kann, sondern darum, dass man sich nicht sicher sein kann, dass der Gesprächspartner vielleicht
a) nicht der ist, der man glaubt.
b) aus mehr Personen besteht, als man glaubt oder zumindest mehr beim PC des Anderen mitlesen können.
c) nicht in dem geistigen Zustand ist, in dem er vorgibt zu sein (betrunken, bekifft).
d) dabei ist, sich einen abzulachen, während er vorgibt, einem ernst gemeinte Dinge zu schreiben (verarschen).
e) seinen Chatlog auf einem Computer herumliegen lässt, zu dem andere freien Zugang haben und die betreffenden vertraulichen Textstellen nicht daraus löscht.

Andererseits gehen gerade im Chat viele Leute, die sonst wenig über sich erzählen, aus sich heraus und erzählen über alle möglichen Details aus ihrem Privatleben. Wahrscheinlich weil sie keine körperlich abweisenden Reaktionen des Anderen fürchten müssen und der andere gedanklich “so weit weg” ist. Natürlich ist es nicht gut, gerade jemandem von seinen psychischen Problemen zu erzählen, von dem man sich nicht mal sicher sein kann ob er überhaupt die Person ist, die er vorgibt zu sein. Trotzdem scheinen gerade solche rein textbasierten Medien prädestiniert für pseudopsychologische Gespräche aller Art zu sein.

Mein absolut genialer Tipp der Woche: Wenn es etwas wichtiges zu besprechen gibt, einfach mal anrufen oder — falls man sich traut — treffen!

Btw: PGP-Signed Chats sind natürlich toll, treffen aber auf die gleichen Probleme. So wird kaum jemand vor jedem Gespräch sein Passwort eingeben und vielleicht auch mal seinen Computer angemeldet herumstehen lassen. Dann bringt auch die Authentifizierung der Echtheit des Gesprächspartners nichts.

Viel Spaß beim in den Mai gammeln!

Zu viele Kategorien!

Ich finde, dass hier deutlich zu viele Kategorien vorhanden sind. Ich leide zwar nicht unter dem Zwang, wie manch andere Blogs, alles in “Audio”, “Video” und “Texte” zu ordnen, aber die Liste in der linken Sidebar ist ziemlich lang. Da ich mich aber nur schwer von den Kategorien trennen kann, da sie alle ihren Grund hatten, weiß ich nicht, welche überflüssig sind :P

Mit anderen Worten: Sagt mir, welche Kategorien ihr überflüssig findet, bzw. welche eigentlich noch Fehlen (z.B. habe ich heute die Kategorie “Windows” nachgereicht, nachdem es ja schon eine Zeit lang “Linux” gibt.

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