Überwachungskameras in Hannover
Die Polizei Hannover hat die Standorte sämtlicher polizeilicher Überwachungskameras in Hannover auf einer Internetseite mit Bildern gesammelt. Und hier sind sie zu finden.
Die Polizei Hannover hat die Standorte sämtlicher polizeilicher Überwachungskameras in Hannover auf einer Internetseite mit Bildern gesammelt. Und hier sind sie zu finden.
Dass das Deutsche epetitionen-System ziemlich schlecht ist, hatte ich hier schonmal beschrieben. Interessant sind aber auch die Meldungen, die dieses System so hervorbringt. Ich wollte heute hier mitzeichnen doch scheiterte kläglich an der Anmeldung. Ich habe mein Passwort, meinen Benutzernamen und sogar meine E-Mailadresse vergessen. Was tut man? Genau, zuerst probiert man, ob man über die “Passwort-Vergessen-Funktion” vielleicht doch noch auf die richtige E-Mailadresse oder den richtigen Benutzernamen kommt. Lustigerweise gibt diese Funktion dieses Systems bei jeglichem eingegebenen Namen einfach nur folgendes Zurück: “Dieses Benutzerkonto wurde noch nicht akzeptiert. Wenn Sie Ihre E-Mail Adresse ändern möchten, klicken Sie hier.” Man kann wirklich alles eingeben, einschließlich “asdfasdfsafdsafd”. Auch bei eingegebenen Mailadressen verhält es sich so.
Was tut man also, wenn man über diese Funktion keinen Erfolg hat? Wenn einem die Daten des Accounts nicht wichtig waren – und das ist hier so – dann registriert man sich einfach neu. Das versuchte ich dann auch. Mit allen korrekten Daten, wie irgendwann letztes Jahr halt auch. Das Ergebnis war folgendes:

Sie dürfen nicht mehrere Benutzerkonten nacheinander vom selben Computer registrieren. Starten Sie Ihren Browser erneut, um ein weiteres Benutzerkonto zu registerieren.
Der erste Satz stellt die Regel auf, dass vom selben Computer nicht nacheinander (was immer das heißen mag) mehrere Benutzerkonten erstellt werden dürfen. Was ich hier auch gar nicht tat oder versuchte. Ich versuchte ein Konto zu erstellen. Ich bezweifle, dass diese Meldung mit meiner Registrierung letztes Jahr zu tun hat, da ich seitdem eine andere IP-Adresse und sogar eine komplett andere Betriebssysteminstallation mit nicht übernommenen Cookies habe.
Der zweite Satz bezieht sich dann gar nicht mehr auf den Computer, sondern auf den Browser. Außerdem erklärt er, wie man die im ersten Satz aufgestellte Regel (“dürfen nicht“) umgehen kann. Interessant, diese Meldung, die sich selbst Hintergeht
Da ich keine Lust hatte, die zwanzig Firefox-Tabs neu zu laden, öffnete ich einfach Epiphany und probierte es damit noch einmal. Und siehe da – es klappte. Mitzeichner#7332.
Da hat Frau von der Leyen aber mal wieder richtig schön die unerwünschten Kameras der überregionalen Medien weggeschickt und nur die lokale Presse da behalten. Zensur muss sich eben nicht immer gegen alle richten! Mit ihrer Hilfe wird das Thema Zensur übrigens nie langweilig.
Wer mal ein wenig Zeit hat, sollte sich unbedingt diesen Dokumentarfilm vom ZDF ansehen. Nach diesem Film weiß ich noch eindeutiger, warum ich an Bonusprogrammen nicht Teilnehme und warum die Piratenpartei die einzige Möglichkeit aus diesem Überwachungssumpf ist. Auch wenn ihr strikt gegen die Partei seid. Seht euch den Film an.
“Jetzt gilt es, Zeichen zu setzen.”
Da viele Menschen offenbar glauben, “gesperrt” wäre “gelöscht”, möchte ich hier ein sehr gutes Video zeigen welches auf einfachste Weise hoffentlich auch dem Letzten klar macht, dass DNS-”Sperren” und “Löschen” im Internet nichts gemein hat:
Hier gehts zu weiteren Informationen. Ach nee, ich meinte natürlich hier.
Bald wird es auf mitja.cc außerdem ein Tutorial geben, wie man mit einem T-Online-Router die DNS-Sperren für den ganzen Haushalt – total einfach – umgehen kann. Denn wenn ihr doch mal wieder von irgendwem auf eine gesperrte Seite geschickt werdet (solche Scherzbolde dürfte es in nicht allzu ferner Zukunft öfter geben), dann wird es zwar nicht direkt eine Strafsache gegen euch geben, aber der Aufruf wird gespeichert. Kommt noch irgendein Verdachtsmoment von außerhalb hinzu, so werden die gespeicherten Aufrufe vom Provider abgefragt und somit besteht dringender Tatverdacht, was wiederum eine Hausdurchsuchung rechtfertigt. Viel Spaß damit, an alle Sperrbefürworter!
Ich für meinen Teil befürworte Löschungen von solchen Inhalten. Die Server, auf denen Kinderpornographie gehostet wird, stehen allesamt in Ländern, in denen solches Material verboten ist. Das BKA müsste also nur die Hoster bzw. Provider kontaktieren, und so eine Seite wäre binnen eines Tages abgeschaltet und der Verantwortliche hätte eine Anzeige wegen Verbreitung kinderpornographischem Materials am Hals.
Bisher der beste Fernsehbeitrag zu diesem Thema, der alle Argumente abdeckt:
Das nachfolgende Video zeigt auch technisch nicht versierten nutzern (ich selbst und nahezu alle aus meinem Schulzweig gehören zu den, laut von der Leyen, 20% der Deutschen, die das schon vorher wussten und damit zu den zum Teil schwer Pädokriminellen) wie einfach die DNS-Sperre umgangen werden kann:
Ja, das geposte zu dem Thema findet auch irgendwann ein Ende. Entweder wenn Frau von der Leyen und die ganzen anderen Politiker ihren Fehler einsehen oder wenn das Sperrgesetz auf “regimekritische” Seiten ausgedehnt wird.
Eine sehr schöne Webseite flog mir da auf einer Mailingliste zu: DuBistTerrorist.de.
Mit diesem schönen Video wird gezeigt, warum die Regierung auch dich überwachen muss:
Links zu den einzelnen im Video angesprochenen Themen können auf der Seite unter dem Video gefunden werden.
Nun, dies wird wahrscheinlich die bisher schnellste Petition, die es bis zu den erforderlichen 50.000 Mitzeichnern gebracht hat, die nötig sind, damit sich Petitionsausschuss und Hauptpetent mal ernsthaft zusammensetzen. Steffen ’stefreak’ Neubauer hat hierzu mit Munin die Zahl der Petitionsunterstützer visualisiert:

*klick*
Man kann erkennen, dass nach gerade einmal 2 Tagen die Zahl schon stark auf die 50k zugeht. Ich nehme an, dass in spätestens 2 Tagen die Zahl der Mitzeichner pro Minute wieder deutlich gesunken ist, aber bis dahin sind die 50k schon erreicht.
Wie hier schon beschrieben, ist der epetitionen-Server ein wenig langsam. Das war schonmal der Fall und zwar bei der Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen. Beim perl-blog findet sich ein interessanter Bericht dazu.
Es ist in der tat einfach unprofessionell und schlecht, wie das System da läuft. Einfach mal SimpleMachines nehmen und eine Petitionskomponente dazu zu schreiben und das dann auf irgendeinen Billigserver zu schieben hätte ich auch noch hinbekommen. Anstatt das mal selbst unter Verwendung von fingierten Proxyangriffen zu testen (z.B.), müssen halt die ersten großen ePetitionen herhalten. Klar, ist ja kein Ding, sowas mal an der Realität “auszutesten”. Die nächste große Petition sollte darum gehen, dass die derzeit noch beauftragte “araneaNET GmbH” von der BRD auf Schadenersatz (wegen der teilweise nicht möglichen Mitzeichnung, dadurch hat sie die Auftragsstellung verfehlt) verklagt wird und danach ins Nirwana geschickt wird.
Auch eine sehr gute Seite, um sich vor Augen zu führen, warum alle, die sich mit der Thematik wirklich auskennen, dagegen sind, siehe hier.
Auch wenn ich nicht glaube, dass Petitionen in diesem Land wirklich irgendwas erreichen können, habe ich soeben die ePetition “Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009” mitgezeichnet und möchte dazu aufrufen, es mir gleich zu tun.
Wer dort zum ersten mal mitmachen will, muss sich registrieren. Da die Webseite des Bundestags momentan ziemlich beschissen laggt, müsst ihr mit längeren Wartezeiten rechnen. Wenn das Captcha bei der registrierung nicht erscheint, einfach mal ein paar Minuten warten, irgendwann ist es da.
Vielen Dank für euren Einsatz!
Internetsperren im Kampf gegen Kinderpornographie sind wirkungsloser Aktivismus zu Wahlkampf-Zeiten
Fünf große Provider haben einen Vertrag unterzeichnet, der sie verpflichtet, die vom BKA erstellte Liste der Kinderporno-Seiten zu sperren. Und zwar via DNS. Mit anderen worten lässt sich die “Sperre” mal wieder für jeden umgehen, indem man einfach den Nameserver vom wechselt – vom Standardprovidernameserver zum freien Nameserver irgendeiner Universität in Deutschland, bzw. wenn diese auch irgendwann betroffen sind, irgendeines Nachbarlandes.
Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere titelt die c’t in einem sehr ausführlich geschriebenen und gut belegtem Artikel. Trotzdem hält Frau von der Leyen natürlich weiterhin sehr viel von ihrem Plan und hat es sich dadurch endgültig mit mir verscherzt. Und mit diesen 250 hier offensichtlich auch. Und mit vielen, vielen mehr.
Das wichtigste Argument gegen die Sperren ist, wie ich finde, dass die Sperren nicht überprüfbar sind. Niemand kann kontrollieren, was das BKA da nun gesperrt hat. Und ob die Sperren wieder aufgehoben werden, wenn die Inhalte verschwinden. Die gegenseitige Kontrolle der Regierungsgewalten (Legislative, Judikative und Exekutive) ist hier nicht mehr gegeben. Und darauf baut unser Grundgesetz doch schon ziemlich auf.
In CDU und SPD sitzen zu viele realitätsferne (vor allem in Bezug auf Computer und Internet) Menschen, die viel zu geil auf ihren nächsten Sitz im Bundestag sind, als dass sie noch irgendwelche vernünftige, logisch nachvollziehbare Vorschläge machen würden. Da ich dieses Jahr dann doch endlich mal mitstimmen darf, wird ganz sicher eine Stimme mehr bei einer gut ausgewählten Splitterpartei landen und nicht bei irgendeiner großen. Der Trend ging bei den letzten Wahlen ja immer weiter in die Richtung, dass es die beiden “großen” Parteien irgendwann nicht mehr schaffen, zusammen zu regieren, weil die “Kleinen” immer mehr Stimmen bekommen. Ich glaube zwar noch nicht, dass das bereits zu dieser Bundestagswahl der Fall sein wird, aber einen Versuch ist es wert. Die Seite www.jetzt-abwaehlen.de beschäftigt sich mit der Thematik und ruft dazu auf weder CDU noch SPD zu wählen. Diesen Aufruf kann ich nur weitertragen (wobei ich eher für mindestens vier Parteien als Koalition wäre, da bei dreien sehr wahrscheinlich Schwarz-Rot-Gelb oder Schwarz-Rot-Grün zustande kommt, und Gelb bzw. Grün alleine sind schon fast harmlos).
Wie heise berichtet, sind tatsächlich 75% der großen Internet-Zugangsanbieter damit einverstanden, auf “freiwilliger” Basis sperren einzurichten, obwohl nicht einmal klar ist, ob das nicht das Grundrecht auf freie Informationsbeschaffung einschränkt. Frau von der Leyen hat ganze Arbeit geleistet. Beruhigt wurden sie offenbar durch eine Klausel im Vertrag, dass Haftungsansprüche wirtschaftlich nicht von ihnen zu tragen sind. D.h. selbst wenn im Nachhinein beschlossen wird, dass die Sperre ungesetzmäßig ist, werden die Provider dafür nichts blechen müssen. Vielleicht ja die Staatskasse. Aber die nicht.
Ich als betroffener Telekom-Nutzer werde dann gleich mal Vorsorglich den DNS-Server auf einen freien ändern.
Sperre über IP? Unmöglich, da man davon ausgehen muss, dass auf einem Server mehr als nur eine Seite liegt. Stellt euch mal vor, was passiert, wenn jemand auf Oyla oder bei Strato Kinderpornos hostet, und das BKA dann schneller reagiert als die Webhoster. Dann wären mal eben eine bösartige und 10.000 friedliche Webseiten gesperrt. Von daher geht so eine Sperre nicht.
Sperre über Inhalt der Pakete? Unmöglich, erstens zu kostenintensiv und zu zeitraubend und zweitens muss man dann, um im Endeffekt feststellen zu können, wo solche bösartigen Inhalte transferiert werden, alle Pakete bzw. Fragmente einer Übertragung gespeichert werden. Multipliziert mit allen Internetnutzern, die ja auch gleichzeitig mehrere Dinge übertragen können, ergibt das eine gigantische Menge an Daten, die zwischengespeichert werden müsste.
Proxymauer wie in China? Dafür ist es zu spät. Es wäre wohl die beste und wirksamste Methode, da man sie nur über einen gesicherten Proxyserver außerhalb der Mauer umgehen kann, aber es ist die gleichzeitig die Teuerste (wesentlich teurer als alle anderen Methoden) und Aufwendigste.
Wo also sieht da irgendwer eine wirksame Sperre von Inhalten? Ich sehe keine. Die CDU hat nen Rad ab.
Ich kann als THW-Mitglied nur hoffen, dass der Herr Schäuble nach seiner Amtsperiode durch jemanden von einer anderen Partei ersetzt wird, da ich mich schon ziemlich blöd damit fühle, einem so überwachungsbesessenen Menschen zu unterstehen (das THW untersteht dem Bundesministerium des Inneren).